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Stadion: Boleyn Ground
Land: England
Zuseher: 33805
Datum: 06.12.2006
Spielbeginn: 19:45
Ergebnis: 0:2 (0:0)
Eingetragen von: Leini

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"The North Line" - Match 1 - WEST HAM UNITED vs. WIGAN ATHLETICS
Jetzt geht’s los, jetzt geht’s los.

Endlich, unser 1. Spiel.

Nachdem wir unser Gepäck im Hotel (Hoxton, sehr zu empfehlen, zentral und preiswert) abgeladen haben, gings gleich wieder schnurstracks zur Liverpool Station um mit der „Hammersmith & City“-Line ein paar Stationen Richtung Upton Park zu bewältigen.
Der 2stündige Zeitpuffer wurde aber aufgrund katastrophaler Zustände der hiesigen Transportgesellschaft schwer dezimiert.
Im Osten Londons dann doch noch angekommen, gings Im Schweinsgalopp vorbei an Frittenbuden und Würschtelmännern, welche die breite Straße rechts und links säumten zum Fussballtempel Boleyn Ground.
Exakt 1 Minute vor Anpfiff dann auf den Plätzen hoch oben, vorletzte Reihe, schnaufend Halt gefunden.

Die Sichtverhältnisse von unseren „billigen“ 42 Pfund-Plätzen würde ich mal vornehm ausgedrückt als suboptimal bezeichnen.
Ziemlich eng, alt, schmutzig und mit einer Neonröhre vor der Nase freuten wir uns doch alle an unserem ersten Spiel der
Groundhopping-Tour teilnehmen zu dürfen.

Zur Stimmung:

Der Ground war mit knapp 35.000 sehr gut gefüllt. Die Gästefans der „Latics“ machten sich in unserer unmittelbaren
Nähe durch zurückhaltenden Applaus, sowie dem einen oder anderen Schmähgesang bemerkbar.
Der West Ham Support verblüffte mich in mehrerlei Hinsicht:
Sehr zurückhaltender Support, keine Fahnen, keine Bengalen, keine Spruchbänder, keine Musikinstrumente...eh kloar,
dafür ein einziges Lied  und da leider nur der Refrain: „ I`m forever blowing bubbles, pretty bubbles in the air....“ – und aus.
Die Stimmung außerhalb des Stadions hat mir persönlich sehr gut gefallen. Freßbuden, Programmheftverkäufer, Pin- und
Badges Verkäufer an der Plaistow High Road, dazu noch berittene Polizei und ein Riesenaufgebot an „Bobbys“ die aber bloß den Fußgänger-Verkehr regelten.

Das Spiel:

Leider schrecklich. Kaum eine Aktion die über mehr als 3 Stationen führte. Man fühlte sich wie zu Hause. (grins)
Die Heimmannschaft konzentrierte sich überhaupt nur aufs Kontern. Ständig versuchte die Abwehr von West Ham (Tabellen17.) das Leder so weit wie möglich nach vorne zu dreschen. Wigan (Tabellen10.) kam dadurch immer besser ins Spiel und gewann an diesem Abend auch nicht unverdient mit 2:0 Toren. Einer der auffälligsten Spieler am Geläuf „unser“ Paul(i) Scharner, der durch seine Schnelligkeit aus dem Mittelfeld für einige torgefährliche Situationen für Wigan sorgte. Ein Stangenschuß sowie ein leider nicht gegebenes Kopfballtor kurz vor Schluß (Abseits) machten den Paul Scharner für mich persönlich zum Player of the Match.
Auffällig für mich das auch nach wirklich brutalen Fouls, Pressbällen sowie hammerharten Luftzweikämpfen
keiner der verletzten Spieler auch nur im Geringsten daran denkt liegenzubleiben bzw. den Schiedsrichter anblärrt und Bestrafung für den Verursacher fordert. (Klischee der englischen Härte bestätigt)

WEST HAM UNITED:
R.Green J.Collins  A.Ferdinand  P.Konchesky  H.Mullins  J.Spector Y.Benayoun M.Etherington N.Reo-Coker
M.Harewood  C.Tevez
Subs: R.Carroll G.McCartney L.Bowyer T.Sheringham B.Zamora
WIGAN ATHLETIC:
C.Kirkland L.Baines E.Boyce F.Hall P.Scharner D.Wright K.Kilbane J.Skoko D.Cotterill E.Heskey L.McCulloch
Subs: M.Pollitt A.Webster A.Johansson D.Landzaat H.Camara


Fazit:

West Ham befindet sich zurzeit in einer Krise Anscheinend hilft da auch nicht die Verpflichtung der beiden Argentinier Carlos Tevez sowie Javier Mascherano. Chairmanwechsel sowie neue Eigentümerstrukturen sind da wahrscheinlich auch nicht gerade förderlich für die Situation der Hammers. Große persönliche Bewunderung gabs dann auch noch bei der Einwechselung des 40jährigen Teddy Sheringham, ich konnte es fast nicht glauben.
Bei Wigan Athletics freute ich mich persönlich, einen Österreicher am Spielfeld zu sehen, der sich noch dazu gar nicht so schlecht anstellte.
Völlig erledigt und müde von unserem 1. Tag (Flugreise,Wembleybesichtigung,Hotelsuche,U-Bahnfahrten, Matchbesuch) kauften wir uns noch ein paar Anstecknadeln sowie Fingerfood vom „Standl“ und fielen halb ohnmächtig um Mitternacht ins Hotelbett.


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